Das Problem mit den kaputten Brunnen in Afrika

Ein Bohrloch ist vorhanden und reichlich Wasser auch, doch leider gibt es keine Möglichkeit mehr, das Wasser aus der Tiefe zu fördern. Genau das ist das Schicksal tausender Brunnen in Afrika. Anscheinend bevorzugen NGOs und lokale Behörden, lieber weitere Brunnen zu bauen – zu viel höheren Kosten – anstatt kaputte Brunnen zu reparieren. Verrückt!
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Der nachhaltige Ansatz von WellBoring bei der Brunnenwartung beruht auf unserer proaktiven Strategie aus Warten, Reparieren, Installieren (WRI). Dies gilt nicht nur für unsere eigenen neu gebauten Brunnen, sondern auch für sanierte Brunnen.
Um potenziellen Brunnenausfällen vorzubeugen und die Langlebigkeit der einzelnen Elemente zu gewährleisten, muss die Handpumpe für eine umfassende Inspektion komplett zerlegt werden. Diese eingehende Prüfung ist der Schlüssel um Probleme zu erkennen, die zu künftigen Ausfällen führen könnten, und gewährleistet den dauerhaften Betrieb des Brunnens.
Bei den jährlichen Inspektionen sind provisorische Reparaturen keine Option. Die Erfahrung zeigt, dass der Austausch abgenutzter Teile die sinnvollere Maßnahme ist. Dies ist ein entscheidender Bestandteil der WellBoring-Strategie, um die Langlebigkeit und Funktionalität von Wasserbrunnen zu gewährleisten.

WellBoring unternimmt große Anstrengungen, um seine Brunnen am Laufen zu halten. Es werden Vereinbarungen mit Schulen getroffen, die über ein ausreichendes Einkommen verfügen, um auch zukünftig für die Wartung aufkommen zu können.

Viele andere Brunnen wurden jedoch zwar gebaut, aber nie gewartet und dadurch sind sie viel zu früh kaputtgegangen. Meistens blockiert die Pumpe oder irgendein Ersatzteil fehlt. Es gibt also ein Bohrloch, es gibt jede Menge Wasser, aber es gibt keine Möglichkeit mehr, das Wasser herauszupumpen. So fristen tausende Brunnen in Afrika ihr stillgelegtes Dasein. 

Dabei ist niemandem ein Vorwurf zu machen. Vielleicht glaubt die lokale Gemeinschaft einfach, dass der Brunnen defekt ist und sie ihn ohnehin nicht reparieren können. NGOs und lokale Behörden ziehen es möglicherweise vor, weitere Brunnen zu bauen – selbst zu wesentlich höheren Kosten – anstatt defekte Brunnen zu reparieren.

Bei WellBoring haben wir begonnen, die kaputten Brunnen anderer Organisationen zu reparieren. Aber das eigentliche Problem ist der Mangel an Wartung. WellBoring hat eine nachhaltige Lösung gefunden, indem es mit Grundschulen zusammenarbeitet, die über ein begrenztes Budget für Wasser verfügen, das aber dennoch ausreicht, um die Wartung zu finanzieren.

WellBoring prüft jeweils, inwieweit minimale Gebühren für Wasser erhoben werden können, deren Einnahmen in einen Brunnen-Lebens-Fonds fließen würden.

Statt abzuwarten, bis Brunnen kaputtgehen, ist WellBoring dabei, mit der Wartung von nicht instandgehaltener Brunnen anderer Organisationen zu beginnen.

Dies führt zu einem wesentlich kosteneffizienteren Ansatz, denn die Reparatur eines defekten Brunnens kostet viel weniger als das Bohren eines neuen Brunnens. Doch die regelmäßige Wartung eines Brunnens, um Schäden zu vermeiden, ist noch kostengünstiger. Dieses Konzept wird als „Warten, Reparieren, Installieren“, kurz WRI, bezeichnet.

Wir beginnen unsere Arbeit damit, zu beurteilen, was gewartet werden muss, was repariert werden kann und was installiert werden muss. Sozusagen ein WRI-Scan. Auf dieser Grundlage können wir dann einen passenden Lösungsweg erarbeiten.

Nigel Linacre BEM is Chair of WellBoring.