Ein Blick auf die täglichen Herausforderungen
Im Herzen des Homa Bay County, Kenia, liegt die Kodida-Grundschule. Die Grundschule mit ihrer engagierten Schulleiterin versucht, den Kindern ein resilienter Leuchtturm in Sachen Bildung und Gesundheit zu sein und irgendwie mit den enormen Herausforderungen der Wasserknappheit fertig zu werden. Mit insgesamt 446 Schülern verkörpert diese Schule alle Probleme und zugleich alle Hoffnungen der ländlichen Bildung in Kenia. Während unseres letzten Besuchs in Kenia hatten wir die Möglichkeit, die täglichen Kämpfe mitzuerleben. Das Exklusiv-Interview mit der Schulleiterin und Gemeindemitgliedern zeigt, mit welchen Problemen die Schule zu kämpfen hat, angefangen bei Wasserknappheit und sanitären Einrichtungen bis hin zur Infrastruktur und geschlechtsspezifischen Bedürfnissen.
Die Notlage von Wasserknappheit und Sanitärversorgung
Harte Realität: Die Schule, die 194 Mädchen und 150 Jungen der Klassen 1 bis 8 umfasst, ist mit einer schweren Wasserkrise konfrontiert. Die Schüler, insbesondere die Mädchen, müssen etwa drei Kilometer laufen, um Wasser aus einem Sumpf zu holen, der die einzige verfügbare Quelle ist. Es handelt sich um ein stehendes Gewässer, mit verschmutztem und unsichererm Wasser. Es birgt massive Gesundheitsrisiken, aber in der Tat ist es für den täglichen Betrieb der Schule schlicht unverzichtbar.
Sanitäre Probleme: Die Schule verfügt über unzureichende Sanitäranlagen. Für die gesamte Schülerschaft stehen nur zwei Latrinen zur Verfügung. Lehrer und Schüler müssen sich diese beiden Latrinen sogar teilen – ein absolut untragbarer Zustand und ein echtes Hygieneproblem.
Der Herausforderungen gehen über das Wassers hinaus
Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur: Einige Unterrichtsstunden finden immer noch unter Bäumen und in baufälligen Gebäuden statt, was sich negativ auf die Lernumgebung und die Leistungen der Schüler auswirkt.
Geschlechterspezifische Herausforderungen: Der Mangel an geeigneten Einrichtungen und Hygieneprodukten für Mädchen während ihres Menstruationszyklus ist ein großes Problem. Die Schule bietet eine gewisse Unterstützung, aber die Ressourcen sind begrenzt.
Gemeindebeteiligung und Lösungsansätze
Einbeziehung der Gemeinde: Um das Wasserproblem anzugehen, würde die Schule mit der örtlichen Gemeinde zusammenarbeiten und schlägt jedem Mitglied einen kleinen monatlichen Beitrag zur Instandhaltung und Nachhaltigkeit etwaiger Wasserprojekte vor.
Bisherige Bemühungen: Die Schule hat bereits Unterstützung in Sachen Wasser erhalten, beispielsweise einen Tank von ActionAid Kenia, aber die Kapazität reicht für den Bedarf von 446 Schülern noch immer nicht aus. Bei einem Brunnenbauprojekt mit WellBoring würde dieser in die Versorgung integriert.
Weitreichende Wirkung des Brunnens
Gesundheitsrisiken: Begrenztes Wasser und schlechte Hygienebedingungen führen in der Region zu Gesundheitsrisiken wie Bilharziose und Cholera. Die Schule ergreift proaktive Maßnahmen zur Bewältigung gesundheitlicher Notfälle und zur Aufklärung über Hygienepraktiken. Mit dem WellBoring Brunnen und sauberem Wasser an der Schule entfallen diese Risiken bzw. werden deutlich gemindert.
Bildungsqualität: Die Schulleiterin betont, dass ein verbesserter Zugang zu Wasser und bessere Einrichtungen nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch die akademischen Leistungen steigern würden.
Hoffnung der Gemeinschaft: Mit rund 150 Haushalten in der Umgebung spiegelt der Kampf der Schule ein größeres Gemeinschaftsproblem wider. Die Errichtung eines Brunnen mit Zapfstellen für die Gemeinde ist ein Gamechanger.
Fazit
Die Kodida-Grundschule im Bezirk Homa Bay ist ein lebendiges Beispiel für den unerschütterlichen Geist einer Gemeinschaft, die täglich mit den Herausforderungen der Wasserkrise konfrontiert ist. Die Probleme und Folgen von Wasserknappheit, kontaminiertem und verschmutztem Trinkwasser für die Kinder, unzureichenden sanitären Einrichtungen, Infrastrukturbedarf und geschlechtsspezifischen Fragen sind erheblich. Die Geschichte der Schule handelt jedoch nicht nur von den Herausforderungen, sondern auch von Hoffnung, gemeinschaftlicher Anstrengung und dem unermüdlichen Streben nach einer besseren Zukunft für ihre Schüler. Die Bemühungen hier unterstreichen die dringende Notwendigkeit von mehr Unterstützung, Aufklärung und Maßnahmen sowohl von lokalen als auch globalen Gemeinschaften, sowie dem Bau von Brunnen in Afrika.




