Vom Hibiskus zum Brunnen – Teefee’s Engagement für sicheres Wasser in Afrika

Marco, kannst du uns kurz von der Gründung von TeeFee und eurer Mission erzählen?
Marco: „Die Idee zur TeeFee entstand während meiner Elternzeit im Jahr 2011. Die Herausforderung bestand darin, dass ich keine zuckerfreie, geschweige denn kalorienfreie Trinkalternative zu mit Zucker oder Fruktose gesüßten Getränken in den Regalen gefunden habe, und mich das geärgert hat. Zur gleichen Zeit traf ich dann meine Mitgründerin Jill, die mich mit Stevia-Blättern, einem uralten natürlichen Süßungsmittel, bekannt machte. In diesem Moment wurde die TeeFee geboren, mit der Mission, richtig leckere, zuckerfreie Bio-Getränke für Kinder anzubieten und so deren Trinkgewohnheiten gesund zu verändern, sowie Eltern die „Trink-doch-etwas-Überzeugungsarbeit“ zu erleichtern.“
Julia, was treibt eure Leidenschaft für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung an?
Julia: „Wir sind selbst Eltern. Und wir beschäftigen uns mit Kindern, mit Problemen von Kindern und Eltern. Warum gibt es so viele kranke Kinder; warum haben wir ein Übergewichtsproblem, warum …? Ganz klar steht das Thema Gesundheit, Ernährung bei uns im Fokus. Allerdings sprechen wir über die Zukunft unserer Gesellschaft und die Zukunft unserer eigenen Kinder, und dann bist du sofort in der Nachhaltigkeit drin. Wir möchten dabei helfen, dass ein ganzheitlich gesunder, bewusster Lebensstil verantwortungsvoll gelebt werden kann. Dafür setzen wir uns tagtäglich ein und hoffen natürlich, den Berührungspunkt im Handel, also am Regal direkt zu bekommen, um zu sensibilisieren – immer wieder auch über den Tellerrand hinaus.“
Jeder Schluck TeeFee unterstützt nicht nur gesündere Kinder hier, sondern auch die Zukunft für Kinder tausende Kilometer entfernt. Ein richtig guter Kreislauf!
Marc Rühl, CEO and Co-Founder TeeFee
Wie kam es zur Partnerschaft mit WellBoring?
Marco: „Wie so oft im Leben ergab sich unsere Zusammenarbeit eher zufällig. Durch eine gemeinsame Bekanntschaft wurden wir auf die Arbeit von WellBoring aufmerksam, die dauerhaften Zugang zu sauberem Wasser für Schulen und Gemeinden in Afrika bieten. Es war die perfekte Übereinstimmung mit unserem Wunsch, sinnvoll über unsere Grenzen hinaus, im Rahmen unserer Werte, einen positiven Beitrag zu leisten – nämlich gesündere Kinder und gleichzeitig soziale Verantwortung zu übernehmen.“
Gibt es eine gemeinsame Schlüsselinitiative, ein Kernprojekt mit WellBoring?
Julia: „Ein Projekt, das uns wirklich besonders am Herzen liegt, ist die Kuth Awendo-Initiative. Neben dem Bohren und Bau von Brunnen wollen wir dort in kleinen Schritten eben auch landwirtschaftliche Projekte fördern, wie den Anbau von Stevia, was unsere Prinzipien der nachhaltigen Beschaffung widerspiegelt. Es wäre ein ganzheitlicher Ansatz zur Gemeindeentwicklung, bei dem sauberes Wasser der zentrale Ausgangspunkt ist.“
Wie kam es zu dem Gedanken mit Wasser in Afrika einen Unterschied zu machen?
Marco: „Im Jahr 2016 machte uns ein Rohstofflieferant auf die Herkunft einer zentralen ‚Zutat‘ – Hibiskus – aufmerksam. Der kam aus Ostafrika, aus einer Region, wo die Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Wir sagten uns „Hey, wir müssen aus den Erlösen, die wir mit unseren Produkten machen, etwas zurückgeben, damit die Leute, die uns diese tollen Rohstoffe liefern, Trinkwasser haben, Bildung bekommen; damit das einfach gerecht verteilt wird“. So kam es zu unserem ersten „Wasser-Engagement“. Wir wechselten dann den Lieferanten und konnten die Region nicht mehr zuverlässig unterstützen. So begann die Suche nach einem anständigen Partner, die im Jahr 2022 mit WellBoring ein erfolgreiches Ende fand. Wir sind zwar nicht mehr direkt dort, wo unser Hibiskus angebaut wurde, aber das sichere Wasser kommt unmittelbar bei den Menschen, vor allem auch Kindern, an, die unter ähnlichen Bedingungen leben und das macht uns unheimlich glücklich. Und vielleicht können wir Stevia oder Hibiskus kultivieren. Das wird den Kreis noch weiter schließen.“
Wie seht ihr die Zukunft mit dieser Partnerschaft?
Julia: „Jede Flasche TeeFee, die verkauft wird, trägt dazu bei, die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern, und zwar unmittelbar aufgrund der damit verbundenen Spende. Das zeigt unseren Kunden, dass ihr Konsum direkte positive Auswirkungen haben kann. Ebenso belohnen wir das Teilen der Initiativ-Inhalte durch unseren Follower mit einer Abgabe für sicheres Wasser. Dazu möchten wir aber auch auf breiterer Ebene mehr Unternehmen zum Handeln inspirieren. So habe ich unsere CSR-Partnerschaft mit WellBoring neulich auf einer B-Corp-Konferenz vorgestellt. Es geht darum aufzuzeigen, dass unternehmerischer Erfolg und ein positiver Einfluss auf die Welt eng miteinander verwoben sein können und auch sollten.“
Die Zusammenarbeit mit WellBoring, einer Organisation, der wir wegen ihrer Wirkung und Nähe vertrauen, fühlte sich einfach richtig an. Wir wollen etwas zurückzugeben und einen sinnvollen Kreislauf schaffen, von dem alle Beteiligten wirklich profitieren.
Julia Lorenzen, Head of Communication TeeFee
Marco: „Wir möchten unsere Partnerschaft mit WellBoring kontinuierlich ausbauen, um mehr Gemeinschaften mit sicherem Wasser zu unterstützen. Wasser ist der Ausgangspunkt für so viel Entwicklung. Jeder, der wie ich das vor Ort erleben durfte, erkennt das. Für mich als Unternehmer ist es eine Vision, aber auch Wunsch und Motivation von geteiltem Erfolg, wo Geschäft und soziale Wirkung Hand in Hand gehen.“
Marco, Julia, vielen Dank für dieses spannende Interview und eure leidenschaftliche Unterstützung.
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