Wasserbedingte Krankheiten in Afrika und Subsahara-Afrika

Ursachen & Verbreitung wasserbedingter Krankheiten

Wasserbedingte Krankheiten sind eine der größten Gesundheitsherausforderungen in Afrika, insbesondere in Subsahara-Afrika. Diese Krankheiten entstehen durch den Mangel an sauberem Trinkwasser und unzureichende sanitäre Einrichtungen, was zur Verbreitung von Erregern führt. In vielen Regionen Subsahara-Afrikas ist der Zugang zu sicherem Wasser stark eingeschränkt, was die Bevölkerung anfällig für Krankheiten macht, die durch kontaminiertes Wasser oder mangelnde Hygiene übertragen werden.

Häufige wasserbedingte Krankheiten

Zu den häufigsten wasserbedingten Krankheiten in Subsahara-Afrika zählen Durchfallerkrankungen, Cholera, Typhus, Schistosomiasis und Hepatitis A. Durchfallerkrankungen, oft verursacht durch Bakterien, Viren oder Parasiten im verunreinigten Wasser, sind besonders gefährlich für Kinder und führen jährlich zu einer hohen Anzahl von Todesfällen. Cholera, eine bakterielle Infektion, die zu schwerem Durchfall und Dehydration führt, breitet sich häufig in Gebieten aus, wo es an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen mangelt.

Typhus, eine bakterielle Infektion, wird ebenfalls durch kontaminiertes Wasser übertragen und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen, wenn sie unbehandelt bleibt. Schistosomiasis, auch bekannt als Bilharziose, wird durch Parasiten verursacht, die in Süßwasser vorkommen und durch Hautkontakt in den menschlichen Körper gelangen. Diese Krankheit betrifft Millionen von Menschen in Subsahara-Afrika und kann chronische Organschäden verursachen.

Cholera ist ein erschreckendes Beispiel für eine wasserbedingte Krankheit, die in Regionen mit unsicherer Wasserversorgung regelmäßig auftritt. Gerade letztes Jahr kam es zu einem schweren Cholera-Ausbruch im County Homabay, einer Region, in der WellBoring aktiv Brunnen baut, um die Wasserversorgung zu verbessern. Der Ausbruch wurde durch den Konsum von unsicherem Wasser aus dem Viktoriasee verursacht. Solche Ausbrüche sind keine Seltenheit und stellen eine immense Bedrohung dar. Auch im Jahr 2024 kam es in mehreren kenianischen Counties, darunter Tana River, Siaya und Lamu, zu Cholera-Ausbrüchen, die vornehmlich durch die schweren Überflutungen im März 2024 ausgelöst wurden. Besonders tragisch ist, dass Durchfallerkrankungen, zu denen auch Cholera zählt, die durch unsaubere Wasserquellen und schlechte Hygienebedingungen verursacht werden, eine der Haupttodesursachen bei Kindern in Subsahara-Afrika sind. Jährlich sterben viele Kinder unter neun Jahren an diesen vermeidbaren Krankheiten – genaue Zahlen variieren je nach Quelle. Dabei wären sie mit sauberem Wasser, besserer Hygiene und Zugang zu medizinischer Versorgung weitgehend vermeidbar.

Maßnahmen zur Bekämpfung wasserbedingter Krankheiten

Die Bekämpfung dieser Krankheiten erfordert nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch langfristige Lösungen zur Verbesserung der Wasserversorgung und Hygiene. Der Bau von sicheren Trinkwasserquellen, wie Brunnen und Wasseraufbereitungsanlagen, sowie die Aufklärung der Bevölkerung über Hygienepraktiken sind entscheidende Schritte zur Reduzierung der Krankheitslast. Zudem ist die Verbesserung der sanitären Infrastruktur notwendig, um die Verbreitung von Erregern zu verhindern.

Bedeutung der Bekämpfung wasserbedingter Krankheiten

Die Bedeutung der Bekämpfung wasserbedingter Krankheiten in Subsahara-Afrika kann nicht genug betont werden, da sie direkt mit der Gesundheit, Bildung und wirtschaftlichen Entwicklung der betroffenen Gemeinschaften verknüpft ist. Durch den Zugang zu sauberem Wasser und besseren Hygienebedingungen können viele dieser Krankheiten verhindert und die Lebensqualität der Menschen erheblich verbessert werden.

*Quellen zum Verlinken, wäre zum Beispiel bei 2023:

https://tropeninstitut.de/aktuelle-krankheitsmeldungen/25.05.2023-kenia-cholera

https://reliefweb.int/report/kenya/kenya-epidemic-04-2024-cholera-outbreak-2024-05-22

Monatsbericht der WHO (allgemein Cholera nach Regionen): https://www.afro.who.int/health-topics/disease-outbreaks/cholera-who-african-region

Autor:

Matthias Boch
WellBoring Deutschland e.V.
info@wellboring.org

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