Was ist Bilharziose, wie entsteht sie und wie hilft sauberes Wasser an Schulen in Afrika?
Was ist Bilharziose und wie entsteht sie?
Bilharziose – auch Schistosomiasis genannt – ist eine tropische Wurmerkrankung, die durch winzige parasitische Würmer der Gattung Schistosoma verursacht wird. Sie kommt hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara, aber auch in Teilen Südamerikas, Asiens und des Nahen Ostens vor. Kinder sind besonders betroffen, v. a. Schulkinder, die barfuß oder mit offenen Wunden Wasser holen. Die Krankheit ist vermeidbar, wenn Zugang zu sauberem Wasser in Afrika besteht und keine Nutzung kontaminierter Tümpel notwendig ist sowie Wasserholen und Fusswege zu Wasserstellen vermieden werden oder auch Böden in Klassenzimmern gereinigt werden.
So funktioniert die Ansteckung: Die Larven der Würmer leben in Süßwasser, oft in stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Tümpeln, Seen oder Reisfeldern. Beim Baden, Waschen oder Wasserholen dringen die Larven durch die Haut in den menschlichen Körper ein. Im Körper entwickeln sie sich zu erwachsenen Würmern, die sich in Blutgefäßen von Darm, Leber oder Blase einnisten.
Die Eier dieser Würmer führen zu entzündlichen Reaktionen und können Organe dauerhaft schädigen.
Symptome (je nach Verlauf):
- Hautausschläge an der Eintrittsstelle
- Fieber, Schüttelfrost („Katayama-Fieber“)
- Bauchschmerzen, Durchfall, Blut im Urin
- Bei chronischem Verlauf: Leberschäden, Blasenentzündungen, Wachstumsstörungen, Anämie, verminderte Lernfähigkeit
Prävention:
- Zugang zu sauberem Wasser
- Hygieneschulung und sanitäre Grundversorgung
- In Endemiegebieten: Regelmäßige Massenbehandlungen, vor allem an Schulen
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Autor:
Matthias Boch
WellBoring Deutschland e.V.
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